B: Potentiale und Herausforderungen der Individualisierung
RUB » MB » LPS
B: Potentiale und Herausforderungen der Individialisierung
Überblick
Auf umkämpften Märkten wird die Produkt- und Prozessinnovation zunehmend von der Geschäftsmodellinnovation ergänzt und unter Umständen auch ersetzt, wodurch diese besonders in den letzten Jahren in das Interesse der Wissenschaft rückt. Traditionelle Geschäftsmodelle adressieren vor allem das Eigentum an einem Produkt; eine Differenzierung und Individualisierung erfolgt vor allem über Produktmerkmale. Demgegenüber sind neuartige Geschäftsmodelle häufig durch innovative Ertragsmechanismen geprägt. Die Erlöse orientieren sich dabei nicht länger am entstandenen Aufwand, sondern beziehen sich auf nutzungsbezogene Größen (z. B. für gefertigte Teile oder eingesparte Ressourcen). Dadurch entstehen kooperative Anbieter-Kunden-Beziehungen, die sich einerseits durch eine enge Kundenbindung und Langfristigkeit, andererseits durch eine gemeinsame Erfolgs- und Risikobeteiligung auszeichnen. Durch diese Art der Geschäftsmodelle Smarter PSS verändern sich die Rollen von Kunden und Anbietern. Der Kunde ist nicht länger nur der Käufer eines Produktes, sondern wird im Rahmen von Partizipationskonzepten in hohem Maße im gesamten Lebenszyklus Smarter PSS eingebunden, um einen individuellen Zuschnitt an dessen Bedürfnisse zu erreichen. Eine Anpassung von Produktentwicklungs-, Produktions- und Vertriebsprozessen im Hinblick auf neuartige Interaktionen ist somit zu erforschen.
In diesem Forschungsschwerpunkt werden u.a. die folgenden Forschungsfelder adressiert:
B1: Geschäftsmodelle Smarter PSS
B2: Der Kunde im Zentrum